Tag 41

Sonntag, 21.8., Start in Wien um 5:52. Da ich mir ein paar unerwünschte km auf Asphalt ersparen wollte, bin ich von Jenbach mit dem Bus bis zum Gh. Hubertus am Achensee gefahren.

Trotzdem blieb er mir nicht erspart. Quer durch Pertisau, das voll mit Hotelanlagen ist, ging es vorbei am Langlaufstüberl ins Falzthurntal. Bei leichtem Nieselregen wurden bald die Falzthurnalm und die Sennhütte erreicht. Nach der Gramaialm begann der Aufstieg zur Lamsenjochhütte auf den von mir sehr beliebten schmalen und engen Serpentinen. Je länger ich unterwegs war, desto besser konnte man ins Falzthurntal hinab blicken. 

Das heutige Ziel – die Lamsenjochhütte – war zum Glück bald erreicht und krönte den kurzen aber interessanten Tag im Karwendel mit einem Russ (Weizenbier mit Zitronenlimo).

Eingang ins Karwendel

Kapelle bei der Gramaialm

Blick zurück in das Falzthurntal (Gramaialm in der Bildmitte)

Die Lamsenjochhütte (1953 m)

Distanz: 16,3 km

Höhenmeter hinauf/hinab:1191/165

Dauer: 3h30min

grüße stephan

Tag 40

Erkenntnis des gestrigen Abends: am Montag weiter Richtung Karwendel wandern wird nichts. Sämtliche Hütten sind bis Mitte der Woche ausgebucht. Daher die Entscheidung: nachdem wir Kufstein erreicht haben werden, werde ich mit Kathi für ein paar Tage in die Schweiz mitkommen.

Um 8:20 ging es mit dem Postbus von Unterkramsach wieder gen Norden nach Pinegg, wo wir die Reise nach Kufstein antraten. Schon auf der Karte und dem Höhenprofil des Weitwanderführers konnten wir feststellen, dass es heute keine besonders anstrengenden Anstiege geben würde, jedoch ein recht langer Weg vor uns liegt.

Der Weg entlang der Brandenberger Ache und dem darauffolgenden Ellbach war wieder mal Bremsen-Revier, auf Dauer ziemlich anstrengende Weggenossen. Bis nach Kufstein erwies sich der Weg als nicht besonders abwechslungsreich: Wald und Forststraße, mit kurzen Abschnitten auf dem verhassten Asphalt. Über die Siedlung Maistall erreichtn wir den Kufsteiner Bahnhof und vertschüssten uns nach St. Gallen.

Planmäßiges Weiterwandern: Sonntag in einer Woche von Pertisau durchs Karwendel!

2016-08-14 11.25.19

Blick auf die Siedlung Riedenberg

2016-08-14 13.27.45

Blick zur Jausenstation Wieshof

2016-08-14 15.37.12

Kaisergebirge

Distanz: 31,3 km
Höhenmeter hinauf/hinab: 652/870
Dauer: 6h17min

 

grüße stephan

Tag 39

Nach der wohl erholstamsten Nacht auf einer Alpenvereinshütte wurden wir am Samstagmorgen mit einem grandiosen Sonnenaufgang beschenkt. Nach einigen Fotos ging es nochmal für eine Stunde ins Bett.

Da das eigentliche Ziel – das Kaiserhaus – ausgebucht war, war unser heutiges Ziel die Ortschaft Aschau, von wo wir den Bus nach Unterkramsach zu unserer Unterkunft nahmen.

Von der Bayreuther Hütte marschierten wir nochmals tiefer in das Rofangebirge um den Zireiner See zu erreichen. Bei Sonnenschein und Blick auf die March Spitze (2004 m) gabs beim See die erste Pause. Es folgte ein steiler Absteig hinab in den Schauertal Graben, woraufhin eine erneute Pause nötig war. Nach dem Enterhof entschieden wir uns dazu, nicht nach Steinberg am Rofan hineinzugehen, sondern südlich der Steinberger Ache nach Osten zu gehen. Verfolgt und geärgert von Bremsenattacken haben wir Aschau punktgenau erreicht. Gerade so konnten wir noch den Bus nach Kramsach erwischen.

2016-08-13 05.34.24

Sonnenaufgang auf der Bayreuther Hütte

2016-08-13 08.31.15

Start mit Haube

2016-08-13 09.18.11

Oberhalb der Zirein Alm

2016-08-13 10.00.50

Am Zireiner See

2016-08-13 10.31.43

Zireiner See mit March Spitze im Hintergrund

 

Distanz: 24,7 km
Höhenmeter hinauf/hinab: 849/1544
Dauer:6h36min

 

grüße stephan

 

Tag 38

Nach einer Arbeitswoche in Wien, war es das Ziel von Freitag bis Dienstag von Kufstein bis in das Karwendel hinein zu marschieren. Bei den ersten Hüttenanrufen bzgl. Reservierung wurde klar, dass der Montag-Feiertag noch mehr Wanderer in die Berge zieht als bisher. Ausgewählte Hütten waren restlos belegt.

Um aus diesem Dilemma herauszukommen, war abermals eine Planänderung vonnöten. Nach einigen weiteren Anrufen war klar, dass die nächsten Tage von West nach Ost begangen werden müssen. Nach einer Nacht in Jenbach wurden Kathi und ich mit Regenwetter und 10° C geweckt.

Wir entschieden uns die Rofanseilbahn zur Erfurter Hütte zu nehmen und von hier zur Bayreuther Hütte zu gehen. Beständiger Nieselregen, Wind und wenig Sicht hat uns von Beginn an begleitet. Gerne hätten wir die Rofanspitze (2259 m) mitgemacht, das schlechter werdende Wetter hat uns aber davon abgehalten. Unterhalb des Sagzahn (2228 m) passierten wir die Schermstein Alm und den Issköpfl. Südlich des Vorderen Sonnwendjoch erreichten wir bald uns heutiges Nachtlager – die Bayreuther Hütte.

2016-08-12 10.23.08

Wenige Minuten nach der Erfurter Hütte

2016-08-12 10.23.15

 

2016-08-12 10.37.20

Blick auf nebelverhangene Rofanspitze

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Trinkpause muss sein!

2016-08-12 11.35.01

Regengrinser!

2016-08-12 11.35.24

Bei der Schermsteinalm

 

Distanz: 11,7 km
Höhenmeter hinauf/hinab: 507/762
Dauer: 3h45min

 

grüße stephan

Tag 37

Donnerstag, 4.8.; die ursprüngliche Tourenplanung hätte vorgesehen, dass wir von Admont nach Johnsbach wandern und von dort die Heimreise nach Wien antreten. Wir haben uns aber dazu entschieden, nach dem Frühstück mit dem ASTAX nach Johnsbach zu fahren und nach Admont zurück gehen, da sich die Fahrt nach Wien von Admont als angenehmer gestaltet.

Nach einem kurzen Besuch des Bergsteigerfriedhofes in Johnsbach, ging es bei brütender Hitze hinauf zur Mödlinger Hütte. Hier, am südlichen Ende des Nationalparks Gesäuse, dessen Name auf das ‚Sausen‘ der Bäche, insbes. der Enns, zurückgeht, konnten wir an zahlreichen Stellen, aus dem Erdreich austretende Gerinne ausmachen. Auf der Mödlinger Hütte war eine kurze Pause nötig um sich von nassgeschwitzten Textilien zu befreien und ein großes Getränk einzunehmen – angesichts der Temperaturen war an ein Bier nicht zu denken. Almdudler g’spritzt musste her.

Es folgte ein Abstieg zur Hinteren Flitzen Alm bzw. auf die Vordere Flitzen Alm, entlang dessen zahlreiche Bachläufe durchquert wurden. Es folgte ein letzter kräfteraubender Anstieg unter der beinharten Mittagssonne. Ziel war die letzte Schutzhütte des Tages: die Oberst-Klinke-Hütte. Es war Zeit für den ultimativen Durstlöscher: Buttermilch g’spritzt. Während Sandra zunächst noch etwas ungläubig meiner Bestellung entgegenblickte, war sie nach dem ersten Schluck doch positiv überrascht.

Zwischen dem Bichler Halt und den Drei Mönchen querten wir den Scheibleggeralm Bach und gingen nordwärts Richtung Admont. Fast schon im Laufschritt ging es nach Admont hinab, um glücklicherweise zum selben Zeitpunkt an der Bushaltestelle, wie unser Bus anzukommen. Punktladung!

 

2016-08-04 11.50.01

Mödlinger Hütte mit Reichenstein (2165 m)

2016-08-04 12.22.23

Für die nötige Erfrischung!

2016-08-04 12.43.46

Jausenplatzerl mit Blick auf Kreuzkogel (2011 m), Riffel (2106 m), Kalbling (2198 m) und Sparafeld (2247 m)

2016-08-04 13.30.30

Am Weg zur Oberst Klinke Hütte

 

2016-08-04 13.47.14

Bei so einer köstlichen Nachspeise muss die Hütte warten

 

Distanz: 22,9 km
Höhenmeter hinauf/hinab: 1100/1260
Dauer: 5h31min

 

grüße stephan

 

Tag 36

Nach dem Lückenschluss am letzten Wochenende auf der Rax, stand in den kommenden zwei Tagen jener zwischen Spital am Pyhrn und Johnsbach an.

Mittwoch-Morgen, Abfahrt von Wien Hbf: 5:55. Ankunft in Spital am Pyhrn: 9:15.
Von Spital ging es zunächst ostwärts über den Hasenberg und die Siedlung Korner auf die Bosruckhütte. Bei strahlendem Sonnenschein entschieden sich meine Mitwandererin Sandra und ich für ein Spät-Vormittags-Erholungs-Bier. Nach der Leerung des goldgelbem Gerstensaftes stiegen wir hinauf zum Rohrauerhaus, worauf der höchste Punkt des Tages und gleichzeitig die oberösterreichisch-steirische Landesgrenze folgten. Im folgenden Waldabschnitt gönnten wir uns eine Mittagsjause und begannen zugleich mit dem Abstieg Richtung Admont.

Entlang des Eßling Baches marschierten wir auf einer Forststraße bis zur Siedlung Mühlau, woraufhin der Belag auf Asphalt wechselte. Wie bereits des Öfteren erwähnt ist Asphalt – vor allem bei den vorherrschenden Temperaturen – der reinste Horror. Über Zirnitz, Donibas und Oberhall gelangten wir nach Admont, wo wir nach einer kurzen Pause in der Unterkunft, dem nahe gelegenen Naturbad noch einen Besuch abstatteten. Baden mit Blick auf die Haller Mauern: macht man nicht jeden Tag, man könnte sich aber dran gewöhnen.

 

2016-08-03 12.04.10

Blick auf den Großen Pyhrgas (2244 m)

2016-08-03 12.20.25

Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark

2016-08-03 12.28.40

Was ist das für 1 Jause?

2016-08-03 13.11.23

Haller Mauern (zwischen Rohrauer Haus und Mühlau)

2016-08-03 14.59.19

Haller Mauern (von Hall aus gesehen)

 

Distanz: 24,6 km
Höhenmeter hinauf/hinab: 742/742
Dauer: 5h5min

 

grüße stephan

Tag 35

Tag 2 im steirisch-niederösterreichischen Grenzgebiet

Obwohl uns der Hüttenwirt vor den am Sonntag Nachmittag vorausgesagten Unwetterwarnungen in Kenntnis setzte, versicherte er uns, dass wir es bis dahin locker bis auf die Rax zum Karl-Ludwig-Haus schaffen werden. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns in nord-östliche Richtung entlang der Schneealpe auf den Weg um nach der Lurgbauerhütte auf den Naßkamm abzusteigen. Entlang der Grenze marschierten wir durch kniehohes Gras um im nächsten Moment wieder durch Nadelwälder zu wandern. Nachdem wir die baufällige Zimmermann Hütte und die Gamsecker Hütte passiert hatten, legten wir unterhalb des Hohen Gupf (1554 m) nochmals eine Pause ein, da nach wenigen Metern der Einstieg in den Gamsecksteig folgte.

Der Alpine Steig startete mit einem steilen Anstieg, auf den die Querung eines Schuttkegels folgte. Die nächsten Höhenmeter absolvierten wir an felsigen Steilwänden mit Seilversicherung. Immer wieder wechselten sich kurze, als Serpentinen in die Steilwand angelegten Wege und seilversicherte Längen ab. Highlight des Gamsecksteiges ist ein schmaler Weg der entlang einer Rinne führt und dann in ein Steilstück mit Seil und abschließend zwei aufeinander folgenden Leitern folgt.

Nach dem Steig ging es auf den höchsten Punkt der Rax, die Heukuppe (2007 m). Nach einer Stärkung erfolgte der Abstieg auf das Karl-Ludwig-Haus – und das Wetter zeigte sich nachwievor von seiner besten Seite. Auf Frage wie lange wir denn bis zur Raxseilbahn bräuchten, meinte der Kellner „ca. 4. Stunden“. Dieser Weg stellte für uns genauso wenig eine Variante für den Abstieg dar, wie jener über den Wachthüttelkamm, da dder letzte Bus Richtung Bahnhof Payerbach-Reichenau bereits um 17:20 fährt. Am Ka-Lu-Ha waren wir etwa gg. 13:45. Somit entschieden wir uns für den Absteig zum Preiner Gscheid, von wir um 15:02 einen Bus zum Bahnhof hätten. Gehzeit laut Kellner: 1 h.

Wir legten einen Gang zu und „flogen“ die knapp 800 Hm förmlich hinab. Dauer: 42 min. Somit ging sich in der Edelweißhütte noch ein abschließender Radler aus.

2016-07-31 08.06.15

Blick Richtung Norden auf der Schneealpe

2016-07-31 09.17.54

Weg hinab zum Naßkamm

2016-07-31 11.14.07

Einstieg in den Gamsecksteig

2016-07-31 11.19.44

Schuttkegelquerung

2016-07-31 11.24.40 2016-07-31 11.39.52

Der Weg – links

2016-07-31 11.39.56 2016-07-31 11.46.45

Ursula auf der 2. Leiter

2016-07-31 11.47.32

David auf der 2. Leiter

2016-07-31 11.49.42

Blick zurück

2016-07-31 12.04.43

82016-07-31 13.01.34

Jause auf der Heukuppe (2007 m)

 

Distanz: 18,7 km
Höhenmeter hinauf/hinab: 1120/1850
Dauer: 5h36min

 

grüße stephan